Aldosteron – das Dursthormon

Was ist Aldosteron?

Das natürliche Steroidhormon Aldosteron, wird umgangssprachlich auch als Dursthormon bezeichnet. Das Hormon wird vermehrt ausgeschüttet, wenn im Körper ein Flüssigkeitsmangel besteht. Aldosteron bildet der Körper selbst indem er Cholesterin umwandelt.

Wie genau wird Aldosteron gebildet?

Im ersten Schritt wird durch Oxidation das Progesteron gebildet und zwar über die Zwischenstufe des Pregnenolon. Durch das Zuführen weiterer Hydroxgruppen entsteht zunächst einmal das Hydroxycorticosteron. Das Aldosteron entsteht nun durch weitere Oxidation der Hydroxgruppe.

Dieser Vorgang spielt sich in der Nebennierenrinde ab. Sinken nun Blutdruck oder Blutvolumen, bzw. ist die Konzentration von Kalium vermehrt im Blut festzustellen, steigt die Ausschüttung des Aldosteron-Hormons. Die Aldosteronsynthese schwankt auch mit der Natrium Konzentration. Wenn die Konzentration von Na steigt, wird die Synthese des Aldosteron-Hormon gehemmt. Sinkt die Konzentration an Na, so steigt die Hormon Synthese. Des Weiteren hemmt Dopamin und Atriopeptin die Aldosteronsynthese. Dagegen stimuliert das ACTH (Adrenocorticotropin) die Aldosteronsynthese.

Wie wirkt das Adosteron-Hormon?

Das natürliche Steroidhormon Aldosteron, wird auch als Dursthormon bezeichnet.

Das natürliche Steroidhormon Aldosteron, wird auch als Dursthormon bezeichnet.

Im Grunde kann man sagen, dass das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, als Hormonsystem, zum einen der Regulierung des Blutdruckes dient. Zum anderen reguliert dieses Hormonsystem den Wasserhaushalt, sowie den Elektrolythaushalt des Körpers. Wird die Niere zu wenig durchblutet oder vermindert sich im Blut der Flüssigkeits- und Salzgehalt, so schüttet die Niere zunächst vermehrt Renin-Cortisol aus.

Renin wiederum bewirkt, dass in der Leber gebildetes Angiotensinogens umgewandelt wird, in Angiotensin I. Ein weiteres Enzym, das ACE, wandelt nun das Angiotensin I in Angiotensin II um. Das Angiotensin II stimuliert nun die Nebenniere, das Hormon Adosteron auszuschütten.

Eine Nebenwirkung ist nun, dass der Blutdruck steigt und die Gefäße sich verengen. Das Aldosteron-Hormon bewirkt nun die Auffüllung des Körpers mit Flüssigkeit und Salzen. Somit kann das Renin-Angiotensin-Adosteron-System in mehrfacher Hinsicht zur Behandlung des Bluthochdrucks genutzt werden.

Das Adosteron-Hormon ist ebenfalls wichtig, wenn der Körper lebensbedrohlichem Stress ausgesetzt wird. Der Normalwert im Blutplasma liegt etwa bei 20-150 ng/l. Ist der Wert erhöht, kann das die Folge von erhöhtem Stress sein, oder der Zustand nach einer Operation. Ein verminderter Wert tritt bei einer Nebenniereninsuffizienz auf und auch nach einem schweren Schock.